Kolumbien mit Kind – Parque Tayrona, Cabo San Juan

Kolumbien mit Kind – Parque Tayrona, Cabo San Juan

Eine Reise durch Kolumbien mit Kind stand schon lange auf meiner To-Do Liste. Letztes Jahr war es endlich so weit. Mit meinem Sohn habe ich drei Wochen in Kolumbien verbracht. In diesem Bericht geht es um einen ganz besonderen Ort. Den Parque Tayrona Nationalpark.
Dieser Ort ist wie aus dem Robinson Crusoe Roman. Unberührte Natur, hinter Dir der Dschungel, vor Dir das Meer. Einfach traumhaft. Es gibt nur wenige zugängliche Orte auf der Welt, die diese beiden Eigenschaften mitbringen und so wunderschön sind.
Der Parque Tayrona mit seinen unbeschreiblich schönen Buchten, glasklarem Wasser und sattgrünem Regenwald gehört einfach zum Pflichtprogramm bei jeder Kolumbienreise.
Auf meiner dreiwöchigen Reise durch Kolumbien mit Kind haben wir den Parque Tayrona Nationalpark besucht.

Kolumbien mit Kind: Die Anreise zum Tayrona Nationalpark

Vom Mercado Local in Santa Marta fuhren wir mit einem Bus zum Eingang des Nationalparks. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten.
Am Park angekommen besteht hier die letzte Chance halbwegs günstiges Wasser zu kaufen. Auch alle Plastiktüten die Du dabei hast, müssen hier abgegeben bzw. entsorgt werden. Mit dem Kauf deiner Eintrittskarte bekommst Du ein farbiges Armbändchen. Von hier aus geht die Fahrt mit einem Minibus bis zum Ende der Asphaltstraße weiter. Am Ende der Straße angekommen, kannst Du dann zu Fuß oder auf dem Rücken eines Pferdes, zu deinem Zeltplatz oder Hotel gehen oder reiten.
Größtenteils ist der Weg gut begehbar. Manche Stellen sind da schon etwas kniffliger. Mit schweren Rucksack und 35 Grad im Schatten ging es für uns eine Stunde lang durch Gestrüpp, über einen Sandstrand, Fels und Stein zum El Cabo de San Juan.

Kolumbien mit Kind: Übernachten im Teyrona Nationalpark

Im Tayrona Nationalpark gibt es zwei Camps. Arecifes, welches von der Straße etwa 30 Minuten zu Fuß entfernt ist und El Cabo de San Juan, etwa 30 Minuten weiter.  Beide Camps verfügen über ein Restaurant und drei mögliche Übernachtungsoptionen. Hängematte, Zeltplatz mit Zeltverleih und Zimmer/Bungalows. In El Cabo de San Juan gibt es wunderschöne Sandstrände an denen das Baden gestattet ist. Am Strand in Arecifes ist das Baden strengstens verboten. Die Strömung ist unheimlich stark, sodass schon mehrere Menschen hier ums Leben gekommen sind.
Im El Cabo de San Juan haben wir auf dem Zeltplatz im Zelt übernachtet. Wir hatten keine Reservierung und waren froh noch ein freies Zelt zu bekommen.
Am nächsten Tag nahmen wir uns vor Pueblito zu erkunden. Von dem Camp aus führt ein kleiner Weg durch den Dschungel und auf den Berg hinauf zu dem Ruinenstädchen. Mit  Sandalen und FlipFlops an den Füßen starteten wir dorthin. Gleich zu Beginn zwängten wir uns durch eine sehr enge Felsöffnung / Höhle.
Es gibt nur diesen einen Weg. Wer nicht durch passt oder Platzangst hat, für den ist die Wanderung spätestens hier vorbei.
Weiter ging es kletternderweise immer größere Felsbrocken hinauf auf den Berg. Nachdem ich nach einer halben Stunde in eine mehrere Meter tiefe Felsspalte schaute, beschlossen wir umzukehren. Die Flipflops und ein Sommerkleid waren die falsche Wahl für diese Wanderung. Festes Schuhwerk ist hier Pflicht, denn die Steine sind teilweise sehr rutschig.
Wir waren nicht enttäusch wieder umkehren zu müssen, denn auch bis hierhin war der Weg sehr spannend.
Auf dem Rückweg machten wir an einem glitzerndes Bach halt. Erik spielte im Wasser. Wir sammelten kleine Goldstücke und bauten aus Holzstückchen kleine Boote.
Die restliche Zeit im Park unternahmen wir kleine Wanderungen, hielten nach Affen, Schlangen, Krebsen und anderen Tieren Ausschau, bestaunten die vielen verschiedenen Pflanzen, tranken frische, exotische Fruchtsäfte und entspannten uns am Strand.

Info

Wechselkurs: 1€ = 2,660 COP (Stand April 2014)
Reisezeit: März
Anreise: Von Santa Marta (Mercado Local) Santa Marta fährt der Bus zum Haupteingang des Parque Tayrona, Fahrzeit: 1 Stunde, 6000 COP = 2,50€
Eintritt: 38.000 COP = 14,25€
Tipp: kostenlos für Kinder, Studenten zahlen weniger
Für 40.000 COP = 15€ (einfache Strecke) kann man mit dem Schnellboot von Taganga nach Cabo San Juan fahren.

Related Post

2 Antworten

  1. Hi, sehr schöner Artikel und tolle Fotos 🙂 Ich finde es sehr schön, dass jemand auch mal zeigt, dass Kolumbien auch ein tolles Reiseland für Reisende mit Kinder ist. Ich persönlich war schon häufig in Kolumbien und immer wieder fasziniert mich die landschaftliche Vielfalt und die Herzlichkeit der Menschen. Ich reise beruflich viel und gerne, wundere mich aber immer wieder, dass es immer noch Menschen gibt die ein bischen „Berührungsängste“ mit diesm Land haben. Auch von daher freut mich Dein Artikel und hoffe, dass er auch etwas dazu beiträgt, dass mehr Menschen Kolumbien kennenlernen.
    LG
    Mariella

  2. Wow, schöne Fotos! Von Kolumbien liest man eher weniger, umso spannender ist dein Bericht. Toll, dass es so gut mit Kind geklappt hat. Es klingt wirklich sehr spannend und ich bekomme Lust den Nationalpark mit eigenen Augen zu sehen. Ich war mit meiner Familie in Südamerika leider noch nie unterwegs. Bisher verschlug es uns eher nach Afrika wegen der relativ schnellen Anreise ohne Zeitverschiebung. Im März geht es jedoch mal wieder nach Asien: Sri Lanka. Vielleicht klappt es ja ein anderes Mal mit Kolumbien, wäre bestimmt interessant.

Hinterlasse einen Kommentar