Flugangst? 5 Gründe, warum du vor Turbulenzen keine Angst haben brauchst.

Flugangst? 5 Gründe, warum du vor Turbulenzen keine Angst haben brauchst.

Stell dir vor, du sitzt auf deinem Platz in der Boing 737. Du bist 10.000 Meter hoch in der Luft. Das Flugzeug fängt plötzlich an sich zu schütteln und zu vibrieren. Als ob die körperliche Empfindung nicht schlimm genug ist, kommen plötzlich verängstigte Stimmen anderer Passagiere hinzu. Die roten Anschnallzeichen über den Sitzen leuchten auf. Die Stimme des Piloten ertönt aus dem Cockpit. Er bittet die Passagiere sich anzuschnallen.

Turbulenzen Flugangst

Das ist bestimmt kein Notfall. Trotzdem kommt in so einer Situation bei vielen Menschen Panik auf. Auch bei mir. Kontrollverlust und Angst machen sich breit. Ich greife in solchen Situationen meist die Hand meines Nachbarn, erstarre zu Stein und warte einfach nur ab.

Die Piloten haben keine Angst vor den Turbulenzen. Sie wissen etwas, was viele von uns nicht wissen. Nämlich wie Turbulenzen verursacht werden und dass Turbulenzen in den meisten Fällen, ungefährlich sind.

In diesem Beitrag verrate ich dir, warum du vor Turbulenzen überhaupt keine Angst haben brauchst.

Wie ich nur mit Handgepäck reise, kannst du hier lesen und alles, was auf meinem Langstreckenflug nicht fehlen darf, verrate ich dir hier.

Wie entstehen Turbulenzen eigentlich?

Turbulenzen entstehen dann, wenn sich das Flugzeug auf den Luftwellen bewegt. Ähnlich wie ein Boot auf rauer See. Die Luftwellen werden verursacht:

  • Wenn sich zwei Luftwellen mit verschiedenen Geschwindigkeiten und/oder aus verschiedenen Richtungen, übereinander bewegen.
  • Wenn warme und kalte Luftmassen aufeinandertreffen.
  • Beim Fliegen durch eine Wolke (die Wolke ist dann kälter als die Luft drum herum).
  • Durch ein anderes Flugzeug in der Nähe

1. Moderne Flugzeuge können auch schweren Turbulenzen trotzen.

Moderne Flugzeuge sind so gebaut, dass ihnen auch schwere Turbulenzen nichts anhaben können. Wer da Zweifel daran hat, der sollte sich auf der Seite der Hurricane Hunters umschauen. Einige Forscher fliegen in Wirbelstürme und bleiben dort stundenlang, um meteorologische Daten zu erfassen. Dabei benutzen sie Flugzeuge, die den ganz normalen Passagierflugzeugen sehr ähneln.

2. Flugzeuge können auch nach Ausfall von Triebwerken fliegen.

Flugzeuge sind so konstruiert, dass sie selbst nach Ausfall eines oder sogar aller Triebwerke, noch eine ganze Weile weiter gleiten können. Zudem werden Flüge heutzutage so geplant, dass sie auch bei Triebwerksausfall von Start bis Landung sicher ausgeführt werden können.

3. Die Flugzeugflügel werden bei Turbulenzen nicht brechen

Wer bei Turbulenzen aus dem Flugzeugfenster, einen Blick auf die Flugzeugflügel geworfen hat, dem durfte nicht entgangen sein, wie stark die Flügel wackeln. Keine Sorge. Die Tragflächen eines Flugzeugs können nicht abgerissen werden. Sie sind flexibel wie eine Angelrute und können sich je nach Flugzeuggröße zwischen 4 und 9 Metern biegen.

4. Während Turbulenzen bewegt sich ein Flugzeug kaum

Während besonders starker Turbulenzen kommt es uns oft vor, als würden wir Hunderte von Metern in die Tiefe stürzen. Luftlöcher sind alles andere als schön und machen überhaupt keinen Spaß. Sie kommen uns aber schlimmer vor, als sie wirklich sind.

Die Bewegungen des Flugzeugs sind bei den meisten Turbulenzen so gering, dass die Flugschreiber diese Bewegungen nicht einmal erfassen. Meist bewegen wir uns nur weniger Zentimeter raus und runter.

Bei schweren Turbulenzen fällt ein Flugzeug ein oder zwei Meter in die Tiefe. In einer Flughöhe von 10.000 Metern sind ein oder zwei Meter, überhaupt nicht relevant.

5. Wenn die Anschnallzeichen leuchten, gehen die Piloten zur Toilette

Sobald die Anschnallzeichen leuchten, kommt bei uns meist direkt ein ungutes Gefühl auf. Das muss gar nicht sein. Leuchtende Anschnallzeichen müssen nicht direkt bedeuten, dass Turbulenzen anstehen. Es kann auch einfach nur sein, dass der Pilot vor der Toilettennutzung sicherstellen möchte, dass diese auch frei ist. Auch bei kleinen Turbulenzen kommt es vor, dass der Pilot die kleine Pause für sich nutzt und das stille Örtchen aufsucht. Keine Sorge. Die Steuerung über das Flugzeug übernimmt in dieser Zeit eine andere Person im Cockpit.

Tipps, was du als Passagier bei Turbulenzen tun kannst?

Schnall dich an und höre auf die Anweisungen des Personals.

Rufe dir in Erinnerung, dass das Gewackele völlig ungefährlich ist. Das Flugzeug kann Turbulenzen problemlos aushalten.

Schau nach, was die Flugbegleiter machen. Servieren Sie weiterhin Getränke oder spazieren sie über die Gänge? Dann hast du gar kein Grund zur Sorge. Erst wenn die Flugbegleiterinnen aufgefordert werden sich zu setzen, geht der Pilot von stärkeren Turbulenzen aus.

Wähle einen Sitzplatz an den Tragflächen. Das Flugzeug wackelt hinten und vorne am meisten, ähnlich wie bei einer Wippe. Die Flugzeugmitte bleibt stabil.

Hast du trotzdem Angst? Dann frag eine Flugbegleiterin um Rat. Sie erleben tagtäglich Turbulenzen und können dich sicherlich beruhigen.

Möchtest du Turbulenzen so gut es geht vermeiden? Dann buche einen Flug in den Morgenstunden. Morgens ist die Wahrscheinlichkeit für Turbulenzen geringer als am Nachmittag oder Abend.

Wenn nichts hilft, hole dir weitere Informationen ein, was bei einem Flug passiert und bei Turbulenzen passiert.

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Hast du Flugangst? Wie bereitest du dich auf deinen Flug vor? Ich freue mich über Kommentare.


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7 Responses

  1. Danny

    Flughöhen von 20 oder 30Km? Fliegt ihr mit der ISS? 😀 Normale Passagiermaschinen bewegen sich auf 10-12 Km. Ansonsten sehr interessante Hintergründe zu den Turbulenzen 👍🏼

    • Levartworldblog

      Stimmt. Mir kam das immer höher vor 😀 Dankeschön! Habe ich geändert! LG Alexandra

  2. Caro

    Hey Alex,

    ich habe wohl schon ein paar mal meinen Sitznachbarn die Nägel in die Arme gerammt 😀
    So oft ich nun auch schon geflogen bin – ich hasse es!
    Der Flug an sich ist okay, aber insbesondere auf den Start könnte ich gut und gerne verzichten. Einmal ging es durch ein Gewitter, da sind die Blitze direkt am Fenster vorbeigezuckt. So einen Flug brauche ich echt nicht nochmal ;D

    Ansonsten rattere ich einfach in Gedanken immer wieder „alles gut, alles gut, Autofahren ist viel gefährliche, Flugzeuge wackeln nun mal etwas,…“ 😀
    Wenn man erstmal oben ist, geht es bei mir meist wieder. Es sei denn, es gibt Luftlöcher. Das fand ich auf dem Weg nach Sydney schrecklich -.-

    Schöne Grüße,
    Caro

    • Levartworldblog

      Hi Caro, danke für deinen Kommentar. Ja, das rede ich mir auch immer ein und es hilft ein wenig. 🙂 Viele Grüße Alexandra

  3. Steffi

    Oja die Flugangst – ich hatte nie welche, bis ich ein nicht so sonderlich schönes Erlebnis auf dem Rückweg von NY hatte. Seit dem ist bei mir ein Schalter umgelegt. Aber ich arbeite stetig dran und versuche meinen Kopf auszutricksen. Mir hat geholfen mit bewusst zu machen, dass ein Flugzeug von Turbulenzen nicht abstürzt und es auch noch nie in der modernen Luftfahrt vorgekommen ist. Wenn es zu Turbulenzen kommt, denke ich immer daran, dass es eigentlich nur Bewegung von Luft ist, mache die Augen zu und stelle mir vor ich sitze im Zug – denn wenn man darauf achtet, wackelt es im Zug viel mehr 😛

    Viele Liebe Grüße,
    Steffi | https://hejskyscrapes.blogspot.de

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