Yungang Grotten in Datong – Reisetipp China mit Kindern

Yungang Grotten in Datong – Reisetipp China mit Kindern

Während unserer dreimonatigen Reise durch Asien, haben wir etwa drei Wochen in China verbracht. Mit der transsibirischen Eisenbahn ging es über Russland und die Mongolei nach Peking. In Peking gefällt es uns so gut, dass wir hier ganze vier Tage bleiben, bevor unsere Reise durch China weiter geht. Unser nächstes Ziel ist Datong.

Datong selbst ist die Reise nicht wert aber die Yungang Grotten sollte man als Reisender in China auf keinem Fall verpassen. Sie zählen neben den Grotten von Dunhuang und Longmen zu den wichtigsten, religiösen Kunstwerken in China, sind in Europa allerdings kaum bekannt.

Yungang Grotten in Datong Weltreise mit Kind Asien China. Buddha Caves Familienreiseblog Urlaub

Anfahrt von Peking nach Datong mit dem Zug

Mit dem Zug fahren wir von Peking nach Datong. Unser Tickets für die Fahrt kaufen wir am Tag der Abfahrt direkt am Bahnhof. Leider viel zu spät, denn alle Sitzplätze sind schon ausgebucht. Für die 6-Stunden Fahrt nach Datong gibt es nur noch Stehplätze zwischen den einzelnen Wagen. Ein seltsamer Ort zum Stehen aber wir probieren es aus und kaufen die Karten. Vor der Abfahrt fällt mein Blick auf einen Kiosk mit winzige Hocker aus Plastik. Jetzt wird mir klar, warum diese Mini-Hocker an jeder Straßenecke zu finden sind. Wir nehmen vorsichtshalber einen mit.

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Die Zugfahrt nach Datong verläuft trotz Stehplatz ganz entspannt. Zwischen den Wagen zu stehen war mit Kind nicht möglich, da dort geraucht wird. Im Wagen selbst wechselten wir uns mit dem Sitzen auf unserem Mini-Hocker ab, bis die ersten Plätze frei geworden sind.

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Eine Nacht in Datong

In Datong angekommen spazierten wir vom Bahnhof durch die betongraue Stadt zu unserem low Budget Hotel. Die Stadt ist touristisch sehr unspektakulär. Große Betonbauten, breite Straßen.

Der nette Herr an der Rezeption zeigt uns unser Zimmer. Er geht rein und stampfte mit seinem Fuß erst einmal drei Mal auf den Boden, um die Kakerlaken zu verscheuchen, die in alle richtungen in den Ritzen verschwinden. Ich habe gelernt – Es lohnt sich ein paar Euro mehr für ein gutes Hotelzimmer zu investieren.

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Die Yungang Grotten in Datong – Buddhistische Grotten in China

Von Datong aus geht es am nächsten Morgen mit dem Taxi zu dem 11km entfernten Eingang der Yungang Grotten. Es gibt auch einen öffentlichen Bus, der die Grotten anfährt. Die Yungang Grotten heißen übersetzt  Wolkengrad Grotten.

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Die Buddha Statuen wurden im Zeitraum 460-525 n. Chr. während der nördlichen Wei-Dynastie in den Sandstein geschlagen. 

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Wir sind die ersten hier und schlendern bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen durch die noch leere, riesige und gepflegte Anlage. Es lohnt sich früh aufzustehen, denn nur eine Stunde später war der “Park” voll mit chinesischen Touristen.

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In den Yungang Grotten sind etwa 50.000 verschiedene Buddha Statuen zu finden.

Die größte Buddha Statue ist 18 Meter hoch. Allein das Ohr misst 3 Meter. Die kleinste Buddha Statue ist nur wenige Zentimeter groß. Alle 5000 Buddhas sind unterschiedlich. In den fünf ältesten Höhlen sind die Buddha Gesichter Portraits der ersten Wei Kaiser. Die jüngeren haben schon spitze Gesichter und lange Nasen. Einige haben chinesische Gesichter und andere sind in indische Saris gehüllt. Der Wandel des Indischen Buddhismus zur chinesischen Volksreligion ist deutlich sichtbar. Die Yungang-Grotten wurden deshalb 2001 von der UNESCO zum Welt­kultur­erbe erklärt.

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Allmählich holt sich aber die Natur die Kunst zurück. Einige Buddhas gehen langsam in das Nirvana des Steins zurück. Die bunte Lehmschicht bröckelt ab. Die hölzerne Tempelbauten, die die Buddha Höhlen einst schützten, fielen Bränden zum Opfer.

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Zum Abschluss schlendern wir noch durch die Souvenir Stände und Essen in einem der Restaurants im Park.

Wieviel Zeit sollte man sich für die Yungang Grotten in Datong nehmen?

Die Yungang Grotten erstrecken sich über eine Länge von etwa einem Kilometer und sind gigantisch. Die gesamte Parkanlage ist riesig. Neben den Grotten gibt es unzählige, bunte Tempelanlagen auf dem Gelände, die auch sehenswert sind. Einen halben Tag sollte man sich schon einplanen, wenn man alles sehen möchte.

Warst Du auch schon in China unterwegs? Ich freue mich über Kommentare. 🙂


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3 Responses

  1. Sibylle

    Hallo Alexandra, ich habe heute zufällig Deinen Blog entdeckt, als ich über Sri Lanka am surfen war. Toll, dass Du auch mit Deinem Sohn an so spannende Orte reist😃. Wir (auch mit Kind) sind grad vor 3 Tagen von Indien nach Sri Lanka gekommen und haben nun fast einen Monat Zeit. Danke für Deine tollen Tipps, wir werden gerne das Eine oder Andere ausprobieren 😉.
    LG aus Dodanduwa

    • Levartworldblog

      Liebe Sibylle, vielen Dank für deinen Kommentar. Da habt ihr ja reichlich Zeit Sri Lanka zu erkunden. Ich wünsche euch ganz viel Spaß und gutes Wetter 🙂

  2. oli

    Hi Alexandra,

    ich fand die Höhlen bei Datong auch sehr eindrücklich. Im Vergleich zu den bei Luoyang und Dunhuang haben sie mir auch am besten gefallen, weil die ganze Verwaltung etwas lockerer drauf war. In Dunhuang musste man zum Beispiel sein Handy abgeben, damit man auf gar keinen Fall ein Foto machen kann. Das wurde mit einem Metaldetektor überprüft. In Datong gibts glaub auch ein Fotoverbot, aber solange man nicht blitzt, kümmert das keinen so wirklich.

    Etwas überrascht hat mich jedoch, dass du der Stadt überhaupt nichts abgewinnen konntest. Da wurde ja das ganze Zentrum abgerissen und in Form einer neuen Altstadt wieder aufgebaut. Das sah schon vor etwa 5 Jahren recht nett aus und müsste bei deinem Besuch eigentlich fertig gewesen sein. Ausserdem gibt es in Datong einige sehenswerte Tempel und eine Stadtmauer. Klar, alles nicht sehr authentisch, aber wenn man die Grotten besucht, kann man meiner Meinung nach schon auch einen halben Tag für Datong anhängen.

    Gruss,
    Oli

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