Weltreise Kosten: Was kostet eine Weltreise mit Kindern? – 5 Familienreiseblogger geben Tipps

Weltreise Kosten: Was kostet eine Weltreise mit Kindern? – 5 Familienreiseblogger geben Tipps

Weltreise Kosten – Was kostet eine Weltreise mit Kindern? Das ist eine Frage, die sich pauschal kaum beantworten lässt. Die Kosten für eine Weltreise oder Langzeitreise mit Kindern sind so unterschiedlich, wie die Familien selbst und hängen sehr stark von den persönlichen Ansprüchen und vielen weiteren Faktoren ab.

Ich habe fünf reiseerprobte Familienreiseblogger gefragt, was Ihre Langzeitreise mit Kindern gekostet hat und bin sehr überrascht von so vielen unterschiedlichen Reisezielen und spannenden Antworten.

LENA VON FAMILY4TRAVEL

Weltreise Kosten: Was kostet eine Weltreise mit Kindern? - 5 Familienreiseblogger geben Tipps

21 Länder in 11 Monaten – fast ein Jahr lang sind wir mit dem Auto quer durch Europa getingelt. Wir, das sind Lena, Martin und unsere beiden Jungs Janis und Silas. 2014/15 war das, und damals waren die beiden gerade zehn und sieben Jahre alt. Das heißt, wir hatten die Schulpflicht-Problematik an Bord – aber das haben wir zum Glück (nach einem riesigen organisatorischen Aufwand, über den ich sogar ein E-Book geschrieben habe) offiziell geregelt.

Finanziert haben wir das ganze aus Ersparnissen. Die haben sich durch eiserne Disziplin zum Zweck „einfach so“ angesammelt, obwohl wir mit unserem Familieneinkommen ziemlich genau im deutschen Durchschnitt lagen. Martin hat gekündigt, ich war eh freiberuflich tätig. Unser Gesamtbudget betrug, wenn man wirklich alles gewissenhaft mit einrechnet, 40.000 Euro. Das ist weniger, als wir im selben Zeitraum zu Hause ausgeben. Und wenn wir – warum, ist eine längere Geschichte – zum Abschluss nicht noch eine dreiwöchige Kreuzfahrt gemacht hätten, wären wir auch deutlich unter den 40.000 geblieben. Das Sparen ist gar nicht so das Problem, wenn man mehrere Jahre darauf hinarbeitet. Bei unserem dadurch ohnehin antrainierten sparsamen Lebenswandel sind wir dann auf unserem Roadtrip mit einer Tagespauschale von 111 Euro für uns vier gut hingekommen. In meinem Blog family4travel habe ich eine recht detaillierte Kostenaufstellung gemacht. Und ganz ehrlich: Es war das am besten angelegte Geld, das wir je ausgegeben haben!

VICTORIA & CHRIS VON NESTING NOMADS

Weltreise Kosten: Was kostet eine Weltreise mit Kindern? - 5 Familienreiseblogger geben Tipps

Wir sind eine 3-köpfige Familie: Victoria, Chris und Liam (5 Jahre alt) und betreiben unter anderem den Blog NestingNomads.de.
Wir reisen seit Liam 1 Jahr alt ist mit ihm durch die Welt, vorwiegend verbringen wir unsere Zeit aber in Thailand. Wir haben durchaus vor mit Liam noch viele Länder zu bereisen, allerdings benötigen wir für uns als Familie auch eine Homebase zum Glücklichsein – und die haben wir in Pai / Thailand gefunden.
Chris und ich waren schon in vielen Ländern, neben Europa vor allem in Australien, Neuseeland, Singapore, Malayisa, Vietnam, Kambodscha, Laos, Vietnam etc.
Liam kennt bisher natürlich große Teile Thailands, aber auch Malaysia und den Oman von unserem letzten Layover. Hinzu kommen noch diverse Flughäfen auf der Welt, an denen es ihm immer besonders gut gefällt.
Im August und September sind wir fix in Deutschland, den Rest des Jahres, also ca. 8 – 10 Monate, sind wir im Ausland. Den Großteil dieser Zeit verbringen wir im Norden Thailands, in dem Ort Pai. Hier fühlen wir uns Zuhause, haben hier unsere Freunde und genießen so etwas wie einen normalen Alltag. Das bedeutet Chris und ich arbeiten online und Liam kann machen wozu er gerade Lust hat – unter Palmen und mit Bergpanorama. März und April sind wir im Süden Thailands auf Inseln unterwegs oder bereisen andere Länder.
Wir stehen finanziell auf vielen Beinen. Zum einen haben wir eine Rikschafirma in München, Chris und ich betreiben eine Online-Agentur unter Helping Nomads, wir haben unseren Blog Nesting Nomads und auch noch ein paar andere Online-Projekte. Alles zusammen generiert uns ein Einkommen, das uns ein recht komfortables Leben, vor allem in Südostasien, ermöglicht.
Fixkosten haben wir nicht mehr viele, lediglich ein paar Versicherungen in Deutschland und ein Auto und einen Roller in Thailand.
Geheimtipps zur Finanzierung einer Reise haben wir nicht, aber die Mischung aus Reduzierung der Fixkosten und verschiedenen Standbeinen zum Geld verdienen ist eine gute Kombination, die für viele eine Option darstellen dürfte.
Thailand ist natürlich um einiges günstiger als Deutschland, man kann hier schon mit 1.500 € im Monat mehr als gut leben, zu dritt wohlgemerkt. Dabei kommt uns eindeutig zugute, dass der Norden Thailands viel billiger ist als beispielsweise die Inseln. Wenn man dann noch Euro verdient und Baht ausgibt, Stichwort Geoarbitrage, ist das gut umsetzbar.

JENNY VON WELTWUNDERER.DE

Weltreise Kosten: Was kostet eine Weltreise mit Kindern? - 5 Familienreiseblogger geben Tipps

Wir sind die Weltwunderer – eine ganz normale Familie aus Dresden mit drei Kindern, die extrem gern reist und dabei auch vor „exotischen“ Zielen wie Japan oder Neuseeland nicht zurückschreckt.

Im Januar 2011 haben wir eine zweimonatige Auszeit mit unseren (damals) zwei Kindern in Neuseeland eingelegt. Der Zeitpunkt war nicht zufällig gewählt: Unsere Große, damals 5, sollte im Herbst eingeschult werden. Eine Reise ans andere Ende der Welt würde danach schwierig sein; dachten wir zumindest, bis wir schon im nächsten Jahr eine Schulfreistellung beantragten…

In Neuseeland waren wir acht Wochen in einem kleinen Campervan unterwegs und haben Nord- und Südinsel gründlich erkundet. Das ganze Land zu bereisen, haben wir zwar nicht geschafft, aber wir wollten uns bewusst Zeit nehmen – nicht nur fürs Reisen, sondern auch für uns als Familie.

Neuseeland ist ein teures Reiseziel, da lässt sich nichts beschönigen. Vor allem die Flüge für vier Personen und das Miet-Wohnmobil haben mit jeweils etwa 5.000 Euro ordentlich reingehauen; vor Ort haben wir dann so günstig wie möglich gelebt (und das geht in Neuseeland zum Glück recht gut, wenn man auf Bungee Jumps und Scenic Flights verzichten kann).

Um uns unseren Traum zu erfüllen, sind wir vor nichts zurückgeschreckt: Wir haben geheiratet und uns ausschließlich Geld schenken lassen, haben unsere Ersparnisse auf den Kopf gehauen und unsere Wohnung untervermietet. Als Freiberufler konnten (und mussten) wir von unterwegs auch ab und zu arbeiten, was die Reisekasse freute.

Wie man sich den Traum einer Reise-Auszeit erfüllen kann, das fragen uns viele Familien. Seit Dezember habe ich darauf eine kurze Antwort: Lest mein Buch „Reisebudget-Planung für Familien“, da steht alles drin 😉

ANGELA VON UNTERWEGSMITKIND.COM

Weltreise Kosten: Was kostet eine Weltreise mit Kindern? - 5 Familienreiseblogger geben Tipps

Ich bin Angela und ich reise allein mit meinem Sohn, seit er vor gut sieben Jahren in mein Leben kam. Über unsere Reisen blogge ich auf unterwegsmitkind.com. Den Anlass zu dem privaten Blog gab unsere Langzeitreise entlang der Panamericana im Jahr 2015.

Seit ich 2007 zum ersten Mal in Patagonien war, habe ich davon geträumt, wenigstens einmal den gräßlich grauen deutschen Winter gegen einen südamerikanischen Sommer einzutauschen. Dass ich diesen Traum schließlich mit Kind verwirklichen würde, hätte ich mir jedoch nie träumen lassen. Von Ende Dezember 2014 bis Ende April 2015 waren ich allein mit Kind auf Weltreise in Ecuador, Panama, Costa Rica und den USA.

Ich hatte grob überschlagen, dass wir im Durchschnitt mit 100 Euro pro Tag hinkommen sollten – von den Flügen abgesehen. Das Geld und ein Sicherheitspolster lagen auf der hohen Kante. Schließlich war der Traum schon sieben Jahre alt, bevor er zum Plan wurde. Außerdem wollte ich meine Wohnung in Berlin-Kreuzberg untervermieten, und damit die Kosten senken, die zuhause weiterliefen.

Der Plan mit der Untervermietung ging kurz vor knapp auf: Mitte Dezember hatte ich einen Untermieter gefunden, dem ich vertraute und mit dem meine Vermieterinnen einverstanden waren.

Der erste Plan wurde gesprengt. Denn in den vier Monaten bis zum Start unserer Reise legte der Dollarkurs einen Senkrechtstart hin. Weil alle Reiseländer an den Dollar gekoppelt waren, stiegen die Reisekosten um rund 20 Prozent. Wenigstens der Camper-Van für die USA war noch zum günstigen Dollarkurs mit Frühbucher- und Off-Season-Rabatten vorausgebucht.

Klar war, dass Ecuador das billigste Land auf unserer Route werden würde. Sowohl das Essen als auch die Unterkünfte sind dort vergleichsweise günstig und für den Transport nutzten wir die superbilligen Überlandbusse.

In Panama konnten wir Kosten senken, indem wir gemeinsam mit einer weiteren Mama und ihrer Tochter reisten. Das hat die Mietwagenkosten halbiert. Noch günstiger wurde es, indem wir uns teilweise auch die Unterkünfte teilten.

Für Costa Rica waren schon im Vorfeld keine günstigen Unterkünfte zu finden. Vor Ort waren die meisten noch teurer. Lesson learnt: Vorausbuchen und notfalls Stornierungsfristen nutzen. Auch der Mietwagen war teurer als erwartet, weil bei der Abholung noch Extrakosten anfielen. Lesson learnt: Das Kleingedruckte in den Versicherungsbedingungen lesen.

In den USA haben sich neben den Lebenshaltungskosten auch die Stellplätze und Eintritte für Nationalparks, State Parks oder ins Disneyland in der Reisekasse bemerkbar gemacht. Lesson learnt: Die Kosten für Ausflüge und Eintritte sind nicht zu unterschätzen.

DAVID UND EVA VON UNTERWEGS-BLEIBEN.DE

David und seine Frau Eva schreiben auf ihrem Blog UNTERWEGS-BLEIBEN.de über das Reisen mit Kind bis ans Ende der Welt. Zuletzt haben sie Singapur, Australien, Neuseeland und Thailand für vier Monate bereist. Kind zwei ist unterwegs und die Planungen zur nächsten Weltreise laufen auf Hochtouren.

Wir haben vier Monate lang nach dem Ende der Welt gesucht. Dieser Weg führte uns über Singapur nach Australien und bis zum südlichsten Punkt Neuseelands, dem Slope Point, bevor es auf dem Rückweg nach Deutschland noch durch Thailand ging.

Insgesamt waren wir vier Monate unterwegs. Davon etwas mehr als 6 Wochen in Australien und 7 Wochen in Neuseeland. Der Rest verteilte sich auf die Stop-Over auf dem Hin- und Rückweg.

Wir haben ganz klassisch gespart. Wie wir das angegangen sind und welche Tipps wir für ein solches Vorhaben noch liefern können, haben wir in einer Serie von Artikeln bei uns im Blog aufgeschrieben.

Neben dem klassischen Sparen kam uns entgegen, dass wir sehr früh wussten was wir wollen und dementsprechend große Kostenblöcke (Flüge, Campervan-Miete) schon zeitig identifizieren konnten. Durch die zeitige Buchung verteilte sich dann auch der üppige Betrag dieser Dinge über ein Jahr hinweg gut (Flüge direkt voll bezahlt, Campervans erst nur Anzahlung, später die Restsumme).

Wir haben die Kosten unserer Reise für Australien und Neuseeland sehr genau vorgehalten und darüber auch entsprechend Rechenschaft in unserem Blog abgelegt. Die Reise mit allem Drum und Dran hat uns ungefähr 25.000 EUR gekostet, was auch im Groben unserem geplanten Budget entsprach. Eine Summe, die (nicht nur) auf den ersten Blick erschreckend wirkt. Doch das was wir dafür gemacht, gesehen, bekommen haben, würden wir unter keinem Umstand missen wollen.

Auf den Monat runtergerechnet ergeben sich etwa 6.000 EUR/ Monat (bei drei Personen) in zwei der – wohlgemerkt – teuersten Länder der Welt. Dazu noch in der Hauptsaison, in der allein die Campervan-Miete jenseits von Gut und Böse anzusiedeln war. Außerdem haben wir auch Aktivitäten wie beispielsweise einen Hubschrauberflug über dem Mount Aspiring Nationalpark in Neuseeland in Anspruch genommen. Es geht also auch sparsamer.

Für uns als Familie war diese Reise jedoch unbezahlbar, egal was am Ende vor dem Euro-Zeichen stand.

STEPHANIE VON FREILEBEN.NET

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Stephanie ist alleinerziehende Mutter eines Jungen und seit 2015 in der Welt zuhause. Geld braucht sie dafür nur sehr wenig. Auf freileben geht es um tolle Destinationen weltweit sowie viele hilfreiche Tipps, eigene wege zu gehen.

Mal eine längere Zeit auf Reisen oder gar eine Weltreise? Davon träumen viele und der erste Gedanke dazu ist meistens „das kann ich mir nie leisten“. Dabei ist es gar nicht so teuer unterwegs zu sein. Ich bin seit Oktober 2015 allein mit Junior unterwegs und die Ersparnisse lagen noch unter 2000 Euro. Verrückt oder verantwortungslos? Kann sein aber ich habe festgestellt je länger man unterwegs ist, desto weniger Geld braucht man. Bereits in Deutschland habe ich minimalistisch gelebt, kein Auto mehr gehabt, Foodsharing und second hand genutzt, lieber in Parks zum Picknick als ins teure Restaurant. Und heute auf meiner Endlosreise verhalte ich mich nicht anders. Ich nutze die gleichen Ressourcen wie ich es schon vor der Reise getan habe und das braucht am Ende gar nicht viel Geld. Ob und wie so eine Reise möglich ist, entscheidet auch immer welche Erwartungen wir haben und genau da ist sowohl nach oben als auch nach unten ganz viel Luft. Seit über einem Jahr sind unsere Ersparnisse alle und doch geht es immer weiter. Hier erfährst du wie wir das machen.

Hast du auch eine Langzeitreise / Weltreise gemacht? Was sind deine Erfahrungen zu diesem Thema Weltreise Kosten? Ich freue mich über Kommentare.

Noch mehr zum Thema Weltreise Kosten findest du hier: Was kostet eine mehrmonatige Auszeit mit Kindern?

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4 Antworten

  1. Liebe Alexandra,
    superspannend zu lesen, wie es bei den anderen funktioniert! Danke für die gesammelten Erfahrungswerte!
    Liebe Grüße
    Gela

    • Levartworldblog

      Liebe Gela, vielen Dank für deinen Beitrag! 🙂 Viele Grüße Alexandra

  2. Hallo Alexandra,

    super interessantes Thema, das sicherlich viele Familien, die eine große Reise planen, umtreibt. Reisen kostet leider immer und vielen typischen Reisekosten kann man eigentlich gar nicht aus dem Weg gehen. Wir haben es dennoch geschafft auf unserer knapp einjährigen Weltreise (10,5 Mon.) mit wirklich allem drum und dran nur 23.000 € auszugeben. Da sind wir ganz gut im Schnitt, denke ich. 🙂

    Sonnige Grüße

    Christine

    • Levartworldblog

      Liebe Christine, vielen Dank für deinen Kommentar. Für ein Jahr ist das echt gut! 🙂 Wir haben in drei Monaten (Asien!) 16.000€ ausgegeben. Das möchte ich nächstes Mal besser machen 🙂 Liebe Grüße Alexandra

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