Norwegen mit dem Wohnmobil – Die perfekte Reiseroute für Familien mit Kindern

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Norwegen mit dem Wohnmobil – Die perfekte 14-tägige Reiseroute durch Norwegen mit Kindern

Endlich Sommer und endlich können wir wieder ein wenig reisen. Dieses Jahr verbringen wir unseren Sommerurlaub in Norwegen und besuchen mit dem Wohnmobil und unseren inzwischen drei Kindern ein paar wunderschöne Orte. Auf unserem Trip übernachten wir hauptsächlich auf familienfreundlichen Campingplätzen. In diesem Beitrag verrate ich euch, wo genau wir gewesen sind und was wir in Norwegen mit Kindern alles erlebt haben.

Norwegen ist wirklich der Knaller und ich kann gut verstehen, warum es Menschen und auch Familien jedes Jahr aufs Neue in dieses wunderschöne Land zieht. Uns gefällt Norwegen sogar so gut, dass wir kurzerhand und ohne lange zu überlegen hierher gezogen sind. Über unsere Auswanderung mit Kindern nach Norwegen habe ich hier geschrieben.

Weitere Eindrücke unserer Norwegenreise mit Kindern findest du übrigens im Videoformat auf meinem Instagram Kanal in den Highlights.

In den nächsten Beiträgen gibt es allgemeine Infos zum Campen in Norwegen mit Kindern und unsere Packliste.

Das Tolle an Norwegen ist, dass wir nicht weit reisen müssen, um all die Highlight, die Norwegen zu bieten hat zu erkunden. Von den wunderschönen Nationalparks über die magischen Fjorde bis zu weißen Sandstränden und dem türkisblauen Meer sind es nur wenige Kilometer. So haben wir während unserer Reise mit Baby, Kind und Teenie nicht lange im Wohnmobil sitzen müssen und hatten dafür umso mehr Zeit, um wandern zu gehen, am Strand zu baden und die wunderschöne Landschaft zu entdecken.

Unsere Reiseroute – Rundreise durch Norwegen mit dem Wohnmobil und Baby und Kind

Norwegen ist einfach nur wie gemalt. Hinter jeder Ecke sieht es anders aus. Seen, Fjorde, Gletscher, Wälder, Berge und das Meer – Auf unserer 14-tägigen Reiseroute durch Norwegen haben wir alles gesehen. Unsere Reiseroute und die Auswahl der Campingplätze ist übrigens perfekt für Familien mit Kindern geeignet.

Für uns ging es los in Lillehammer. Von hier aus fuhren wir über Beitostolen, vorbei am Jotunheimen Nationalpark nach Lom und weiter über die Fjorde bis ans Meer. Anschließend ging es über die Berge zurück nach Lillehammer.

Mit an Bord war mein Freund, unser Sohn (14 Jahre alt) und unsere beiden Mädchen (3 Jahre alt und 2 Monate alt). Mit Baby und Kleinkind wollten wir nicht zu weit fahren und das mussten wir auch gar nicht.

Unsere 14-tägige Reiseroute durch Norwegen mit Kindern

Rundreise durch Norwegen – Roadtrip Tag 1 – Von Lillehammer nach Aurdal

Wir haben uns für unsere Reisen einen alten Hymer von privat gemietet. Das Wohnmobil war mit fast sieben Metern gefühlt riesig. Das war unsere erste Reise mit einem so großen Fahrzeug. Zum Kennenlernen und Eingewöhnen wollten wir an unserem ersten Tag nicht so weit fahren. Also ging es für uns erst einmal zu unserem ersten Campingplatz Aurdal Fjordcamping. 

Aurdal Fjordcamping ist perfekt für Familien mit Kindern geeignet. Die Sanitäranlagen sind neu und haben sogar eine Sauna. Erik und Linnea haben mit riesigen GoCarts den Campingplatz unsicher gemacht und waren gefühlt Stunden mit Baden und Spielen beschäftigt. Wir haben unseren Stellplatz direkt am Fjord vorab reserviert. Vom Camper bis ins Wasser waren es keine fünf Meter. Einige Urlauber haben direkt vom Campingwagen aus geangelt. Der Fisch kam also praktisch aus dem Wasser direkt auf den Grill. 

Die Landschaft in Aurdal ist traumhaft schön, wunderbar grün und hügelig. Von hier aus gibt es auch einige tolle Wanderwege, die auch mit Kindern gut machbar sind.

Ganz in der Nähe befindet sich auch Fagernes Camping. Ein sehr schöner, familienfreundlicher Campingplatz mit neuen Sanitäranlagen, hübschen Spielplatz und schönem Strand. Wer zu Fuß in die Stadt gehen möchte, ist hier genau richtig. An diesem Campingplatz haben wir unsere letzten Nächte verbracht.

Rundreise durch Norwegen – Roadtrip Tag 2 – Jotunheim Nationalpark

An unserem zweiten Tag zog es uns hinauf in die Berge. Über die 51 fuhren wir vorbei am Beitostolen und auch am Jotunheim Nationalpark. Eines der bekanntesten Wanderwege hier ist der Besseggen. Die Wanderung über den Besseggen Bergrücken wurde 2017 vom National Geographic in die Liste der 19 spannendsten Wanderungen weltweit aufgenommen. Wer also nicht gerade ein Baby dabei hat, sollte sich den Wanderweg nicht entgehen lassen. Die Aussicht auf den türkisblauen See Gjende und die umliegenden Berge ist grandios. Die Wanderung ist für größere Kinder kein Problem. Mein Sohn geht hier während seiner Klassenfahrt wandern.

Wir haben den Bergrücken allerdings nur von unten gesehen und sind auf andere, Kleinkinderfreundliche Wanderwege in der Umgebung ausgewichen.

Unsere zweite Nacht haben wir auf dem Randsverk Campingplatz verbracht. Der Platz ist wirklich schön und die Küche mit bodentiefen Fenstern und Blick in die Berge einmalig. Allerdings kann ich den Ort nicht für Familien mit Kindern empfehlen. Der große Spielplatz, den es hier mal gab, musste weiteren Stellplätzen weichen.

Rundreise durch Norwegen – Roadtrip Tag 3 – Lom und Oppstryn

An unserem dritten Tag im Wohnmobil haben wir uns inzwischen gut organisiert und kommen schnell wieder auf die Straße. Zum Frühstücken fahren wir nach Lom. In Lom gibt es einen wirklich außergewöhnlich guten Bäcker, der sogar über die Landesgrenzen bekannt ist. Warum? Das weiß niemand so genau. Der Betreiber der Bäckerei ist, soweit ich weiß, aus Holland und bei ihm findet man bestimmt die besten Kanelboller in ganz Norwegen. Auch die Pizza ist für norwegische Verhältnisse ausgezeichnet. Die Bäckerei ist direkt im Ortszentrum und kein Geheimtipp mehr, was die Schlange vor dem Bäcker verrät. Gleich nebenan gibt es das Fjellsenter Museum und wer mutig ist, kann gegenüber mit der Zipline über den Fluss gleiten. Eine Stabkirche aus dem 12. Jahrhundert befindet sich auch in dieser kleinen Stadt und ist nicht zu übersehen.

Die Kommune hat noch mehr zu bieten. Wer Zeit hat, sollte sich den Klimapark 2469 nicht entgehen lassen. Der Eistunnel ist ein 375 Quadratmeter großes Eisabenteuer am Fuße des Galdhøpiggen. Hier kannst du zwischen Eisskulpturen und archäologischen Schätzen spazieren gehen. Das älteste Eis ist über 7000 Jahre alt und der gesamte Tunnel wurde von Hand in eine natürliche Schneewehe gehauen.

Gut gestärkt geht unsere Reise weiter zum Jostedalsbreen Nationalparkcenter. Wer Zeit und Lust hat, sollte sich das Museum unbedingt anschauen. Ansonsten gibt es hier einen tollen Badestrand und einen Spielplatz für die Kleinen.

Wir haben richtig viel Glück mit dem Wetter, Sonnenschein und über 20 Grad. Das Wasser, egal in welchem Gewässer, ist in Norwegen allerdings sehr kalt. 

Rundreise durch Norwegen – Roadtrip Tag 4 und 5 – Sande Camping

Unser Ziel für den dritten Tag ist der wunderschöne Lovatnet See. Hier gefällt es uns so gut, dass wir gleich mehrere Tage hier verbringen. Am See findest du direkt mehrere Campingplätze. Wir haben im Sande Camp übernachtet. Der Campingplatz hat ein sehr gutes Café, auch mit veganen Gerichten, einen Shop, Küche, Waschmaschine und Trockner und einen kleinen Spielplatz. Es können Boote ausgeliehen werden und es gibt eine geschützte Badebucht. Wer in der Hochsaison reist, sollte sich vorab telefonisch erkundigen, ob noch Stellplätze frei sind. Die Straße zum Camp ist sehr eng.

Im Sande Camping stehen wir direkt am Wasser. Das tolle beim Camping ist, dass die Zeit sich schnell vergessen lässt. So bereiten wir am Morgen uns gemütlich frische Pfannkuchen zu, trinken Tee, genießen die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut und das unglaublich schöne Bergpanorama. Wir fahren Boot, waschen unsere Wäsche und gehen ein wenig wandern. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Rundreise durch Norwegen – Roadtrip Tag 7 bis 9 – Hakallegarden

Und weiter geht die Fahrt. Wir fahren ans Meer! Die Straße zum Hakallestrand führt die meiste Zeit zwischen Fjorden und Bergen entlang. Ich bin froh, dass mein Liebster am Steuer sitzt. So kann ich wunderbar die Landschaft genießen, während Erik sich Filme auf Netflix anschaut (typisch Teenie) und die beiden Mädchen friedlich schlafen. Noch hat Linnea keine Ahnung, was sie bald erwartet. 

Auf dem kleinen Campingplatz am Hakallegarden können etwa sechs Wohnmobile parken und einige Autos für Besucher mit Zelt. Es lohnt sich vorab zu reservieren. Der Platz liegt direkt am Meer. Es ist traumhaft schön hier. Wir können unser Glück gar nicht fassen, nach so langer Zeit endlich am Meer zu sein. Das Wetter: perfekt! Die Sonne scheint und es sind über 20 Grad. Doch bevor wir an den Strand gehen, um Sandburgen zu bauen, besuchen wir die Tiere.

Der Hakallagarden ist ein kleiner, aber feiner Bauernhof, auf dem Tiere und Menschen ganz friedlich zusammenleben. Ein Hängebauchschwein verputzt ein Laib Brot, während das freche Ziegenbaby über Bänke und Tische hoppelt und der weiße Babyalpaka neugierig Linnea hinterher trottet. Es ist traumhaft schön und bunt hier und unser Mädchen ist hin und hergerissen und weiß gar nicht, was sie zuerst machen möchte. Alpakas streicheln, die Hühner anschauen, mit dem Hund spielen, Katzenbabys durch die Gegend tragen, mit dem Boot über den kleinen Teich fahren oder auf dem Spielplatz toben? Wir bleiben hier ein paar Tage länger, sodass Linnea das Tierleben aus nächster Nähe zu spüren bekommt.

Der Ort ist einfach perfekt für uns und auch für andere Familien mit Kindern. Linnea hüpft wie ein Flummi von morgens bis abends zwischen Bauernhof und Strand umher und findet neue Freunde zum Spielen. Es gibt hier so viel zu tun und zu erleben, dass wir Eltern auch mal etwas Zeit für uns haben.

Rundreise durch Norwegen – Roadtrip Tag 9 bis 10 – Refviksanden

Nach ein paar wunderschönen Tagen zwischen Bauernhof- und Strandleben möchten wir das Meer noch nicht verlassen. Das Wetter ist für norwegische Verhältnisse erstaunlich gut und so geht es für uns weiter an den nächsten Strand.

Refviksanden auf Måløy ist leider kein Geheimtipp mehr. Der Campingplatz hat keinen Charme und ist einfach nur eine Ansammlung von Wohnmobilen. Zu unserem Glück bekommen wir einen Stellplatz direkt hinter den Dünen. Der Strand ist übrigens der Wahnsinn. So einen schönen Strand würde ich eher irgendwo in Griechenland vermuten. Und so verbringen wir den ganzen Tag mit Sandburgenbauen und Strandspaziergängen. Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von Meer und reisen langsam Richtung Heimat.

Rundreise durch Norwegen – Roadtrip Tag 10 bis 11 – Laerdal 

Uns steht der längste Streckenabschnitt bevor. Um die kleinen zu schonen, legen wir einige Pausen ein. Die Landschaft ist einfach ein absoluter Traum und hinter jeder Kurve sieht es anders aus. 

So bleiben wir zum Beispiel an dem Bøyabreen Gletscher stehen. Vom Parkplatz zum Aussichtspunkt am See sind es nur wenige Gehminuten. Der Blick auf den Gletscher macht mich etwas traurig und nachdenklich. Wir haben heute Sonnenschein und auch hier oben sind es 18 Grad. Lange wird es sicherlich nicht dauern, bis auch der letzte Rest des einst so gigantischen Gletschers verschwunden ist.

Laerdal Camping ist ein weiterer Campingplatz, welcher perfekt für Familien mit Kindern geeignet ist. Es gibt einen großen Spielplatz und Gokarts. Die Sanitäranlagen sind sauber und der Campingplatz liegt direkt am Fjord. Zu Fuß sind es nur wenige Minuten in die kleine Altstadt mit ihren hübschen Holzhäusern. Wir verbringen hier einen Tag, bevor es für uns in die Berge geht.

Rundreise durch Norwegen – Roadtrip Tag 11 bis 12 – Sognefjellshytta

Ich liebe das Wandern und ich liebe die Berge und kann es kaum erwarten wieder loszufahren. Wir packen zusammen, schmeißen das Navi an und los geht’s. Was wir aber vorher nicht prüfen, ist der Weg. Geplant war eine Fahrt auf der höchsten und für mich der schönsten Straße Norwegens, der 55. Google kennt aber eine Abkürzung und anstatt uns ein Stück zurück zu schicken, sodass wir die 55 von Sogndalsfjøra nach Lom fahren können, werden wir über die 302 navigiert. Eine einspurige Straße voller Serpentinen. Mit dem Rad oder einem sehr kleinen Auto ist die Straße bestimmt kein Problem. Aber mit unserem riesigen Wohnmobil kommen wir ganz schön ins schwitzen. Vor jeder Kurve sind wir dem Abgrund gefühlt ganz nah. Wir haben Glück und uns kommen nur wenige Autos entgegen. Als wir die Straße 55 erreichen, können wir aufatmen.

Zur Feier des Tages gönnen wir uns ein leckeres Essen und eine Übernachtung in der Sognefjellshytta. 

Aber vorher gehen wir wandern.

Von der Sognefjellshytta als Ausgangsbasis gibt es so einige wunderschöne Wanderwege, die auch mit Kleinkind und Baby gut machbar sind. Linnea läuft hier sogar selbst.

Die Zeit in den Bergen ist einfach magisch.

Wir verabschieden uns von den Bergen und fahren nach Hause. Unsere letzte Nacht bevor es nach Hause geht, übernachten wir auf dem Campingplatz in Fagerness.

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